Tills Tagebuch: Zimmerservice

13.May 2008

Cathy Young & Till KraemerHeute drehe ich in mal wieder in Berlin und während ich so am Set auf meinen Einsatz warte und mir schon mal ein paar schmutzige Gedanken mache, begegnet mir ein blondes, weinendes Mädel.

Sie sollte eigentlich eine Lesbenszene machen, die sie jedoch abgebrochen hat. Ich glaube, sie kam mit ihrer Drehpartnerin nicht zurecht.

Nach einem anstrengenden Drehtag schleppe ich mich in mein Hotelzimmer und lege mich aufs Bett.

Geile Bilder ziehen an meinem geistigen Auge vorbei und erinnern mich an einen heißen Arbeitstag.

Gerne hätte ich die süße Blonde heute auch genagelt, aber es hat sich ja leider nicht ergeben.

A propos, wie geht es ihr überhaupt? Ich sollte mal nachschauen, ob es ihr wieder besser geht und sie gegebenenfalls trösten, sie ist ja auch in meinem Hotel untergebracht.

Leider habe ich ihre Zimmernummer nicht und an jedem Zimmer klopfen ist irgendwie blöd (obwohl: wer weiss, was man auf diese Weise so für Frauen kennenlernt).

Naja, trotzdem entschließe ich mich einfach mal dreist an der Rezeption zu fragen und da man dort das Wort Datenschutz offensichtlich nicht kennt, bin ich wenig später auf dem Weg zu ihrem Zimmer.

Ich klopfe ein paar mal. Nichts passiert. Ob sie schon schläft? Ich hätte da einige Ideen, wie ich sie wieder munter machen könnte, aber nunja…

Traurig gehe ich mit meiner Latte wieder auf mein Zimmer und lege mich schlafen.

Etwas später höre ich Laute auf dem Flur. Was mag das sein? Witter ich da etwa Frauen? Ich hüpfe aus dem Bett und reisse meine Zimmertür auf. Ich werd bekloppt, die Blondine fragt bei meinem Nachbarn nach dem Drehbuch oder so.

Ich sage etwas wie “Junge Frau, Sie können auch gerne mein Drehbuch haben” und bitte sie höflich auf mein Zimmer.

Kurze Zeit später praktizieren wir das Kama Sutra rauf und runter und ich bekomme in dieser Nacht wirklich wenig schlaf. Das ist aber nicht so schlimm, denn schließlich bin ich mir meiner wichtigen Aufgabe, die Blondine zu trösten, wohl bewusst. Nächstenliebe geht schließlich immer vor.

Da ich aber am nächsten Tag arbeiten muss, spare ich mir meine Säfte auf und verzichte auf den Orgasmus (*schluchz*)…

Trotzdem war das eine sehr nette Nacht. Ich kann den Zimmerservice dieses Hotels wirklich wärmstens weiterempfehlen.

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Artikel gespeichert unter: News, Tills Tagebuch

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